Der 50jährige, der immer noch keinen Marathon lief

Der folgende Text ist quasi ein Kerngedanke. Die Grundlage der Fortsetzung des „40jährigen, der aus dem Golf stieg und verschwand“. Ein paar Überlegungen zum alt werden. Also, zum richtig alt werden. Nicht dieser Midlife-Crisis-Kinderkram von 40jährigen. Ich hoffe, das gute Stück wird 2019 fertig und ich hoffe, ihr begleitet es wieder mit vielen Anregungen und Kommentaren. Wenn es dann auch noch jemand kauft, bin ich glücklich. Buchtitel: siehe Überschrift!

Spätestens, wenn sie dir unaufgefordert so eine Speisekarte hinlegen, musst du dir Gedanken machen…

Reden wir mal kurz über den Tod. Ich weiß, das ist kein sonderlich erfreulicher Einstieg für ein Buch. Schon gar nicht für eines, das sich potentiell an Menschen richtet, die, formulieren wir es vorsichtig, in den besten Jahren stehen. In der zweiten Hälfte des Lebens stehen, der TV-Zielgruppe (die endet mit 49) vielleicht gerade entkommen sind.

Trotzdem: Es macht sehr zufrieden und glücklich, über den Tod nachzudenken. Man sollte das fünfmal am Tag tun, heißt es. Zumindest soll das eine Weisheit sein. Keine Ahnung, ob das stimmt. Aber es hat sich gut angehört, weswegen ich mir eine App aufs Handy gezogen habe, die mich seit neuestem fünfmal am Tag an meine Mortabilität erinnert, mit Zitaten, Sinnsprüchen und ähnlichem Kram.

Und siehe da: Es funktioniert! Ein bisschen zumindest.

Weil das ja eigentlich einfach ist: Was Besseres als den Tod finden wir immer, wussten schon die Bremer Stadtmusikanten. Tatsächlich ist alles relativ: Gemessen an dem Gedanken, es könnte, nein: es wird alles mal vorbei sein, ist ein bisschen Verdruss wegen Kleinkram leicht zu ertragen. Das passt auch insofern weil gut, weil man gemessen an dieser unerfreulichen Perspektive auch alles andere leicht auszuhalten ist: quälende Mitmenschen, Regen im Hochsommer, Reden von Andrea Nahles und das Programm von SAT 1.

Man kann sich plötzlich sogar mit dem eigenen Dasein arrangieren. Ich selbst beispielsweise führe eine ausgesprochen mittelmäßige Existenz.

 Auf dem Weg zum weißen, alten Mann

 Mit zunehmenden Alter werden auch die Fragen existentieller.Man wird dann beispielsweise heimgesucht von so sehr grundsätzlichen Überlegungen wie:

War früher alles besser?

Sind die anderen bekloppt oder doch ich selber?

Und kann man ein Leben mit pubertierenden Teenagern aushalten?

Alle drei Fragen laufen zu einer veritablen Sinnkrise zusammen,  wenn man sich mit pubertierende Teenies auseinandersetzen muss. Sie führen uns alles vor Augen, was man an dieser Welt eher zweifelhaft findet, zumindest ab einem gewissen Alter. Man fühlt sich Tag für Tag in der Ahnung bestätigt, dass es mit unserem Bildungssystem nicht zum Besten bestellt ist. Dass das unsere Eltern auch schon über uns gesagt haben und unsere Großeltern wiederum über unsere Eltern, stört diesen Gedankengang auch nicht weiter.

Trostspender: die sind noch viel älter und trotzdem gut drauf!

Fakt ist: Wir mussten ordentlich büffeln und sind die letzten Universalgelehrten dieses Planeten. Was danach kommt, wird weder für unsere Rente sorgen können noch für das eigene Auskommen. Es wird eine Generation sein, bei denen zwischenmenschliche Beziehungen keine Rolle mehr spielen, weil sie ausgelagert sind in irgendwelche blinkenden Netzwerke. Eine Generation, die keine eigene Kultur mehr hat, weil ihr Algorithmen und anderes Teufelszeug diktieren werden, was sie zu mögen haben in ihrer kleinen, dummen Filterblase. Und arbeiten wird auch niemand mehr, weil die Aufmerksamkeitsspanne maximal noch 15 Minuten reicht. Danach muss man erst mal einen Blick auf das Smartphone werfen, so wie Süchtige früher zur Zigarette gegriffen haben.

Das Schöne am Überschreiten von Altersgrenzen ist übrigens, so viel sei schnell eingeworfen, dass man sich hemmungslosen Kulturpessimismus leisten und ihn zudem als lebenserfahrungsbedingte Weisheit verkaufen kann.

Wenn man ein kleines bisschen ehrlicher zu sich selbst ist, muss man leider feststellen, dass der wunderbar bösartige SZ-Chefredakteur Kurt Kister recht hat mit seiner Feststellung, der Übergang vom chefdynamischen Entscheidungsträger zum alten, weißen Mann sei fließend.  Fließend, und leider auch: brutal. So schnell kann man gar nichts schauen und die Kollegen, die unlängst noch respektvoll die Hacken zusammengekommen haben, belächeln dich. Eindeutiger Indikator: Wenn man plötzlich Sätze wie „In Ihrem Alter kann das schon mal passieren“ (und diverse Ausprägungen) hört, dann sollte man sich besser einem selbstkritischen Blick im Spiegel stellen.

Zwischen der Weisheit und der Weißheit des weißen, alten und manchmal auch bösen Mannes liegen nur marginale Unterschiede. Das ist es, was die Sache so kompliziert macht. Wann beginnt die Weisheit von jemanden, der nahezu alles gesehen hat, was es zu sehen gibt (wirklich alles im wörtlichen Sinn sieht man ja ohnehin nie)? Und wo wird man bockbeinig, lästig, besserwisserisch?

Bekannt ist jedenfalls das Phänomen der gefühlten Wahrheiten. Gefühlt zumindest, so viel ist sicher, mussten wir mehr lernen, hörten wir die bessere Musik, waren grundsätzlich besser, kritischer und engagierter drauf. Unsere Nach-Nachfolge-Generation nehmen wir dagegen eher als schluffig wahr. Das ist natürlich in diesen extremen Ausprägungen  Nonsens. Auf der anderen Seite ist leider aber auch nicht alles daran falsch. Und für das eigene Wohlbefinden zudem unerlässlich: Man will ja nicht mit ein paar Lebensjahrzehnten auf dem Buckel wie jemand dastehen, dessen gesamtes Leben in zwei Umzugskartons zu packen ist. Zumal man ja, nebenher gesprochen, zunehmend öfter über so existentielle Dinge nachdenkt wie beispielsweise darüber, ob man in diesen Lebensjahrzehnten etwas halbwegs Brauchbares auf die Beine gestellt hat. Und ob da noch irgendwas kommt, weswegen es sich wirklich lohnt, morgens aufzustehen.

Vermutlich, bei mir sogar: ganz sicher hat das seine Ursachen. Eine davon scheint mir so klar wie unzeitgemäß zu sein. Unzeitgemäß deswegen, weil man sich spätestens mit diesem Argument dem Verdacht aussetzt, In die unbelehrbare Früher-war-alles-besser-Fraktion gewechselt zu sein. Egal, ich schreibe es trotzdem mal auf. Ich glaube also tatsächlich sehr daran, dass unsere aktuell pubertierende Generation die erste ist, die sich schlichtweg nicht vorstellen kann, dass es auch anders sein könnte als es ist. Das ist der entscheidende Unterschied zu uns allmählich in die Jahre gekommenen. Natürlich sind wir Babyboomer ebenfalls im größtmöglichen Luxus aufgewachsen, zumindest gemessen an dem, was Generationen vor uns mitgemacht haben. Allerdings haben wir im Regelfall Großeltern und Eltern, die uns zumindest moralisch die Löffel langgezogen haben, in dem sie uns immer wieder ihre Geschichten erzählt haben. Und die bedeuteten, dass es nicht nur anders sein kann, sondern dass es so wahnsinnig lang nicht her ist, dass es auch anders war. Ganz anders.

Was aber sollen wir jetzt ernsthaft unseren Kids erzählen, ohne dass sie uns auslachen oder wenigstens für irre langweilig halten (und das auch noch mit einigem Recht)? Dass es vor 70 oder 80 Jahren sogar in Deutschland mal ungute Zeiten gegeben hat? Der Effekt solcher Erzählungen ist immer der Gleiche.

Man ist, erstens, der moralisierende, völlig aus der Zeit gefallene Typ, der man nie werden wollte, zudem man aber möglicherweise unweigerlich wird. Wir wären zwar gerne cool wie Obama, aber hey, seien wir ehrlich: Das bekommen wir nicht hin. Das sollte uns übrigens nicht zu sehr zu denken geben, weil die wenigsten von uns ja auch nicht US-Präsidenten werden. Und ob das so erstrebenswert ist, kann man angesichts der neuesten Entwicklungen ja auch bezweifeln. Die meisten von uns werden also mit zunehmenden Alter uncooler und ich verrate nicht Zuviel, wenn ich zugebe, dass es Menschen irgendwie zwischen den 40 und 50 gibt, bei deren merkwürdigen Alterserscheinungen ich inzwischen laut lachen muss, so irre sind die. Mache ich übrigens mit bestem Gewissen, weil ich mir sicher bin, dass das Urteil anderer Menschen über meine altersbedingten Macken ähnlich ungnädig ausfallen werden.

Zurück zu den Argumenten gegenüber den Kids, bei denen man zweitens festhalten muss, dass Moralisieren bestenfalls zu genervten Blicken auf das Smartphone führt. Kann man ja googlen, den Kram. Davon abgesehen hatte man das Thema im Geschichts-Unterricht nicht und außerdem ist das alles ohnehin viel zu abstrakt. Man hat ja heutzutage schon Schwierigkeiten damit, 15jährigen glaubhaft klar zu machen, dass es mal Zeiten ohne Internet gab und man selbst ohne Smartphone aufwuchs und ohne Navi Auto fuhr. Spätestens dann ist der Punkt erreicht, an dem man in den Augen des 15jährigen den Zustand der Totalvertrottelung erreicht hat. Schlimmer kann man es nur noch machen, wenn man danach noch anfängt, von der Musik seiner Jugend zu schwärmen.

Wieso muss ich jetzt eigentlich gerade an Campino denken? Campino, deutscher Schlagerpopsänger und früher mal so etwas ähnliches wie ein Punk. Der macht inzwischen Musik, die auf CDU-Parteitagen gespielt wird, komplett kompatibel zum massigsten Massengeschmack und so aufregend wie eine Herrentorte ist. Campino regt sich neuerdings über Satire auf und nennt Satiriker „cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringt“. Das hätte ein Oberstudienrat eines beliebigen Provinz-Gymnasiums nicht schöner sagen können: konstruktiv einbringen! Was ja, nebenbei bemerkt, schon immer die Aufgabe des Satirikers war. Aber von diesem blühenden Unsinn abgesehen: Wann ist eigentlich aus dem Punk  ein boring  old fart geworden? Und warum ist diese Entwicklung eigentlich so zwangsläufig, wenn man nicht gerade Barack Obama ist? Selbst der Punk-Godfather Johnny Rotten ist inzwischen im britischen Dschungelcamp gesichtet worden. Ansonsten sitzt er irgendwo in Kalifornien, hat Sympathien für die US-Reubikaner und aus seinen ehemaligen Provokationen ist mittel-verwirrendes Gestammel geworden.

Reden wir erst einmal darüber, was man alles machen könnte: Man könnte sich mit 50 beispielsweise endlich eine vernünftige Location für Geburtstagsfeiern leisten. Nicht irgendeine Garage, in der erstmal die alten Winterreifen beiseite geräumt werden müssen. Oder ein Zelt vom örtlichen Verleih, das mühsam im Garten auf- und später und Flüchen wieder abgebaut wird. Man könnte sich das Auto kaufen, das man wirklich fahren will und den schrecklich mittelmäßigen und praktischen Kombi an die nächste Generation verkaufen, die sich so etwas ernsthaft antun will. Und dabei ein zufriedenes Lächeln aufsetzen, im Wissen, dass auch die nächste Generation der Wertstoffhof-Deutschen gesichert ist, während man selbst diese Generation verlässt. Man könnte zur personifizierten Coolness werden und sich ungefähr gar nicht darum kümmern, dass die 14jährigen Töchter das ganz und gar nicht für cool halten. Man könnte den ganzen Tag laut Musik hören, schlaue Bücher lesen, in Konzerte gehen.

Kurz gesagt: Wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund tot ist, könnte das echte Leben beginnen.

Leider müssen wir in diesem Zusammenhang auch darüber reden, wie sich diese Ansammlung von Man-müsste-eigentlich-Paradoxen gegenüber der Realität verhält. Und da, man ahnt es, stellt sich schnell heraus, dass wir auch als 50jährige eine Neigung haben, Dinge zu verschieben. Auf später irgendwann mal. Auf die Zeit nach 60 beispielsweise, wenn es dann wirklich auf so etwas wie einen Ruhestand zugeht. In dem wir dann merkwürdige Gefährte aller Art kaufen und gelegentlich sogar mal nutzen, Cabrios, Motorräder, Yachten und Privatjets beispielsweise. In dem wir dann endlich mal der Welt zeigen und sagen, was wir in Wirklichkeit von ihr halten (nur eingeschränkt viel) und nur noch für uns selbst da sind.

Man müsste allerdings vorher (schon wieder so ein Paradox) die Generation der 60jährigen fragen, wie viele Privatjets sie fliegen, wie viele Weltreisen sie unternommen und welche Tattoos sie sich stechen haben lassen. Weil man sich die Antwort leicht vorstellen kann, ahnt man auch, dass es keine gute Idee ist, das Ende des bisherigen Mittelklassewagen-Lebens nochmal um 10 Jahre zu verschieben.

Wie mir die Billigflieger den Spaß am Fliegen restlos versaut haben

Vor kurzem bin ich mal wieder geflogen. Ganz normal als Passagier in einer handelsüblichen Maschine. Das war etwas, worauf ich mich immer gefreut haben. Fliegen mag eine mittelgroße Sauerei sein, was die Umwelt angeht. Aber da war mein Ego immer größer. Ich will fliegen! Ich liebe dieses Gefühl, sich zurückzulehnen, der Maschine beim Start zuzuschauen, langsam in den Himmel zu entschweben und dann die Welt für eine Zeit von oben zu sehen. Und dazu all die kleinen Rituale: Orangensaft und Kaffee, auch wenn ich in dem Moment vielleicht gar keinen Orangensaft und Kaffee mag. Beim Fliegen muss das so sein, keine Ahnung warum.

Die Welt von oben. Es gibt ja eigentlich nichts Großartigeres. Es sei denn, du sitzt eingezwickt in den Reihen eines Billigfliegers. (Foto: Jakubetz)
Die Welt von oben. Es gibt ja eigentlich nichts Großartigeres. Es sei denn, du sitzt eingezwickt in den Reihen eines Billigfliegers. (Foto: Jakubetz)

Aber seit Neuestem habe ich keine Lust mehr auf Fliegen. Nicht, weil ich jetzt plötzlich mein Ego der Umwelt unterordnen würde. Sondern weil mir jemand den Spaß am Fliegen grundlegend versaut hat. Der Name des Ladens ist „EasyJet“, er gehört in die Kategorie der gruseligen sogenannten „Billigflieger“.

Und in der Tat: An dem Laden und seinem ganzen Drumherum ist alles, wirklich alles billig. Nicht verwechseln mit: preiswert. Oder kostengünstig. Das ist was anderes. Billig heißt: kostet nicht viel, ist sein Geld aber auch nicht wert. Dann lieber ein paar Euro mehr zahlen, Orangensaft bekommen und entspannt fliegen. (Bevor jemand fragt, ich hatte den Flug nicht selbst gebucht, ich würde in meinem Leben nicht auf eine solche Idee kommen).

Das Schlimme daran: Ich mochte früher das ganze drumherum des Fliegens. Ich sitze lieber an einem Flughafen rum als in einem zugigen Bahnhof. Ich mag das Rumbummeln vor dem Abflug. Meistens nehme ich noch irgendwas mit, auch wenn es dafür ebenfalls keinen echten Grund gibt. Ich mag das Einsteigen in die Maschine, ich schaue mir an, mit welchem Flugzeug-Typ ich fliege, lauter solche Dinge. Ich kann entspannt einsteigen, weil ich weiß, welchen Platz ich habe. Und die Schokoherzen von Air Berlin fehlen mir ernsthaft.

Aber EasyJet? Beim Abflug (in Wien und in Berlin) eingepfercht in einer ungemütlichen Betonhalle mit dem Charme einer Bushaltestelle. Kaum Sitzgelegenheiten, kalt, zugig, ungemütlich. Um mich rum (wenn ihr es politisch korrekt haben wollt, dann bitte spätestens jetzt aufhören zu lesen) lauter Leute, bei denen der Begriff „Billigflieger“ gleich nochmal eine neue Bedeutung bekommt. Das Fernbus-Publikum hat den Billigflieger gekapert.

Ich meine, ich habe nix gegen Fernbusse, außer, dass in ihnen das Reisen zur reinen Fortbewegung reduziert wird. So ist das auch mit EasyJet. Fliegen ist hier kein Reisen mehr, sondern reiner Transport. So schnell und billig wie möglich, dann muss man sich halt man ein bisschen zusammenzwicken, das geht schon für eine oder zwei Stunden.  Reservierte Plätze braucht auch kein Mensch und Orangensaft und Kaffee und halbwegs freundliches Bordpersonal auch nicht.

Nach eine Stunde steigst du dann aus aus einer solchen Fortbewegungs-Maschine. Gestresst und genervt, auch vom, ja, zugegeben, Publikum. Hey, Fliegen, das war mal ein Erlebnis, so aber ist es nur laut, hektisch, schmutzig, funktionell.

Bin übrigens in der letzten Zeit zunehmend mehr auf ICE und Bahn umgestiegen, was insofern ganz sinnvoll ist, weil da die Erwartungshaltung eher niedrig ist und man zwangsläufig kaum enttäuscht wird. Im Gegenteil, man freut sich ja schon, wenn der Zug keine Verspätung hat, keine umgekehrte Wagenreihung angezeigt wird und die Toiletten und Türen wenigstens teilweise nicht defekt sind. Das hat die Bahn in den letzten Wochen ein paar Mal halbwegs ordentlich hinbekommen.

Und schlimmer als eine Billigflieger-Wartehalle ist nicht mal der zugigste Bahnhof.

San Francisco – oder: Die 48 lehrreichsten Stunden meines Lebens

Die folgende Geschichte hat zu tun mit: sehr schlechten Menschen, unfassbar tollen Menschen, den USA und was dort alles schief läuft, warum das Silicon Valley auch eine ganz schöne Mistveranstaltung sein kann, was wir daraus lernen können – und den Trotteln der AfD.

Smash and grab: Unser Auto nach dem Einbruch. So etwas passiert in San Francisco 30.000 mal im Jahr. Zu jeder Zeit, an jedem Ort.

Die Geschichte beginnt in San Francisco, wo wir ein paar Tage unserer Westküsten-Rundreise verbringen wollen. Alles selber gebucht, keine Guides, keine vorgebuchten Routen. Hinkommen und schauen, was passiert. So machen wir das immer.  Wir haben ein Auto dabei und ein paar Kreditkarten und das reicht dann auch. Am ersten Abend in San Francisco beschließen wir noch einen kleinen Bummel an den Fishermens Wharf. Nicht sehr originell, ich weiß, aber die Seelöwen dort sind so nett. Ein kleiner Spaziergang dorthin, dann noch ein Kaffee zum Aufwärmen (SFO ist ziemlich kühl und windig, auch im Hochsommer), dann zurück zum Auto, das mitten in der Stadt auf einer Hauptstraße geparkt ist.

Dort trifft uns der Schlag: Ein Haufen Scherben vor dem Auto, von dem sich schnell herausstellt, dass er die kläglichen Überreste unserer Seitenscheibe darstellt. Jemand hat sie eingeschlagen, mein Foto-Equipment aus dem Kofferraum geholt – und ist verschwunden. Keine große Sache. Dauert maximal eine Minute. Risiko in San Francisco: null. Letztes Jahr sind nach offiziellen Zahlen rund 30.000 (!) Fahrzeuge so aufgebrochen worden. Jeden Tag rund 80. Immer, überall, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Steht in keinem Reiseführer. Aber das Problem ist in San Francisco wohlbekannt, jeder weiß es. Allerdings nutzt es häufig nicht einmal etwas, einen Zettel an die Scheibe zu hängen, dass sich im Auto nichts Wertvolles befindet. „Smash and Grab“ kann jeden treffen. Immer, überall.

***

Jetzt kommt der Teil, über den ich ungern schreibe. Weil ich natürlich viel lieber eine coole Heldengeschichte erzählen würde.  Tatsächlich folgt jetzt eine klägliche Geschichte des Versagens. Meines eigenen nämlich.

Wir gehen ins benachbarte Sheraton-Hotel, weil wir in irgendeiner deutschentypischen Naivität glauben, jemand könnte etwas gesehen haben. Oder es gibt eine Überwachungskamera. Gleichzeitig rufe ich die Polizei an, die mir mitteilt, bei so etwas könne man ein Online-Formular ausfüllen, mehr nicht. Dann versuche ich mein Glück bei der Hotline des Autovermieters, weil das Auto schließlich, wie sich herausstellt, nicht mehr fahrtüchtig ist. Bei der Hotline erreiche ich niemanden und das ist schließlich zu viel für mich. Mir wird schwindlig und schlecht. Und ich muss ich erstmal hinsetzen.

Zu meiner Ehrenrettung: Am Abend davor hatten wir irgendwo in der Prärie einen Reifenschaden, es war kompliziert, dort wieder rauszukommen und ich lag dann irgendwann morgens um 4 todmüde im Bett. Da ist man nicht  mehr so empfänglich für gestohlene Kameras und kaputte, aufgebrochene Autos.

Plötzlich, ich weiß nicht mehr wie, stehen Menschen um mich herum. Der Manager des Hotels, Jason, eine Seele von einem großartigen Menschen. Jemand anderes fragt mich, ob wirklich alles ok ist, checkt meinen Gesundheitszustand, findet ihn bedenklich und sagt, ich solle aufhören zu telefonieren.

Der Mann bleibt schließlich vier Stunden bei uns.

Er telefoniert mit dem Autovermieter, kümmert sich darum, dass wir ein neues Auto bekommen, checkt immer wieder meinen Zustand. Er kümmert sich buchstäblich um alles, ich vermute übrigens, er ist Arzt. Seinen Namen will mir der Doc nicht verraten.

Jason  sorgt sich unterdessen darum, dass wir Wasser und etwas zu essen bekommen. Jason muss war arbeiten an diesem Abend, kommt aber in jeder freien Sekunde, um nach uns zu sehen. Selbst als er schon Feierabend hat, irgendwann am späten Abend, bleibt er noch.

Und ich weiß nicht, was ich mehr mitnimmt: Der Ärger und die Sorgen – oder doch das fassungslose Erstaunen und die Rührung darüber, dass sich hier vier wildfremde Menschen um uns kümmern, ohne davon irgendeinen eigenen Vorteil haben zu können. Zwei der vier sind Security-Leute des Hotels, die u.a. unser Auto checken, es zum Sheraton-Parkplatz bringen und uns sagen, dass wir damit besser nicht mehr fahren sollen. Beide haben Migrationshintergrund, wie das bei uns immer so schön heißt, einer ist aus dem Sudan. Dazu später noch ein bisschen mehr.

***

Irgendwann, es ist beinahe Mitternacht, lichten sich die Nebel. Wir – oder besser gesagt der anonyme Doc – haben ein neues Auto für den kommenden Tag besorgt. Das alte Auto wird abgeschleppt, und hey, Geld und Kreditkarten und Ausweise sind noch da. Ich habe mich auch wieder gefangen und möchte gerade irgendwie die Rückkehr in unser Hotel organisieren. Da taucht Jason auf, der wie gesagt schon lange Feierabend hat. Er besteht darauf (!) uns ein Taxi zu besorgen. Und er bezahlt es auch noch. Einfach so. Ich habe keine Ahnung, wie ich diesen Menschen danken soll. Und ich bin überwältigt davon, wie großartig manche Menschen sind. Wenn irgendjemand mal wieder mit spöttischem Beigeschmack den Begriff „Gutmensch“ benutzt, werde ich an Jason, seine Mitarbeiter und den anonymen Doc denken. Gutmenschen? Fantastische Menschen, ohne die unsere Welt ganz schön arm dran wäre.

***

Kleiner Exkurs, bevor wir wieder zu diesen vier tollen Menschen kommen: San Francisco lebt von seinem Ruf, wie es nahezu alle begehrten Ziele dieser Welt tun. Hinter der Fassade der Stadt steckt aber sehr viel mehr Elend, Schmutz, Kriminalität und soziale Ungerechtigkeit als bei vielen anderen. San Francisco ist quasi der Generalentwurf einer Gesellschaft, in der es kaum mehr eine Mittelschicht gibt. Eine Stadt, die es nicht vergisst, sondern absichtlich unterlässt, diejenigen mitzunehmen, die mit dem Tempo des Turbokapitalismus nicht mehr mitkommen. Wenn du einen guten Job im Silicon Valley hast, kannst du hier vermutlich ein gutes Leben führen. Wenn nicht, bist du schnell ein Aussätziger. Vielleicht musst du nicht gleich auf der Straße leben, aber dann eben irgendwo 60, 70, 80 Meilen im Landesinneren.

Ich habe jedenfalls selten eine Stadt erlebt, bei der zwischen Schein und Sein ein derart großes Loch ist wie in San Francisco. Bevor ihr mir jetzt sagt, dass das in den USA eben häufig so ist: Ich bilde mir ein, nach über einem Dutzend Besuchen das Land ganz gut zu kennen; ganz davon abgesehen habe ich zufällig dort geheiratet. Ich weiß, dass es mit der Sicherheit auf den Straßen dort anders aussieht als bei uns, aber San Francisco ist selbst für US-Verhältnisse ungewöhnlich. Man hat sich dort übrigens an die Zustände gewöhnt. Egal, mit wem ich in diesen Tagen spreche, alle sagen mir: Welcome to San Francisco! Soll so viel heißen wie: Das ist hier nun mal so, deal with it.

Wenn das jedenfalls die bevorstehende Valleyisierung der Welt kennzeichnet, wäre ich gerne lieber nicht dabei.

***

Aber zurück zu diesem unglücklichen Abend. Die Polizei macht bei so etwas mittlerweile gar nichts mehr, was soll sie auch tun bei 80 Fällen pro Tag? Der Autovermieter ist erst überhaupt nicht zu erreichen, danach (nach knapp zwei Stunden) wird man mit den Realitäten des amerikanischen Bildungssystems konfrontiert:  Jemanden zu finden, der das Problem (altes Auto kaputt, wir brauchen ein neues) lösen kann, nimmt fast den ganzen Abend in Anspruch. Würde ich dann jetzt noch erzählen, wie die nächsten zwei Tage verliefen, würde dieser Beitrag hier zum Buch werden. Deswegen nur soviel: Wir haben wieder ein Auto, aber nur, weil wir aktuell für zwei Autos bezahlen.

Jason, der anonyme Doc und seine Leute aber sind das krasse Gegenteil:  Sie helfen, weil sie helfen wollen. Ohne zu fragen, ohne zu überlegen, welchen Vorteil sie davon haben können. Am Ende bin ich so gerührt, dass ich fast kein vernünftiges Wort des Dankes herausbringe. Zumal ich mich im Stillen frage, ob ich um umgekehrten Fall genauso gehandelt hätte und ich mir nicht sicher bin, ob die Antwort auf diese Frage unbedingt zu meinen Gunsten ausfallen würde.

***

Am nächsten Abend, das Schlimmste haben wir hinter uns, fahren wir nochmal zum Sheraton. Wir bringen Jason ein kleines Dankeschön vorbei, er freut sich derart, dass er uns alle umarmt. Ich kapiere für einen Moment die Welt nicht mehr: Eigentlich müsste ich ihn umarmen. Auch die Jungs von der Security freuen sich. Nicht nur, weil wir uns bedanken. Sondern weil sie sehen, dass ihre Hilfe genutzt hat. Einer der Jungs ist erst seit ein paar Monaten da und ist aus dem Sudan und in dem Moment bekomme ich einen dicken Hals, wenn ich an das üble Gegröle und Gehetze des Durchschnitts-AfDlers denke. Die Welt nicht kennen, nicht gesehen haben, aber laut quäken. Wenn jedenfalls nochmal einer von den Gipsköpfen lamentiert, wie furchtbar in Deutschland alles geworden sei, den schicke ich nach San Francisco. Oder South Central LA. Damit er was für sein armseliges Leben lernt.

Und der anonyme Doc? Am Abend zuvor hatte ich Jason gebeten, seinen Namen ausfindig zu machen. Und seine Zimmernummer.

Sorry, sagt mir Jason, hier muss er zum ersten Mal passen. Der anonyme Doc ist ausgecheckt und hat darauf bestanden, anonym zu bleiben. Weil er keinen Dank für seine Hilfe will. Weil es für ihn selbstverständlich ist zu helfen, wenn jemand Hilfe braucht.

Hey Doc, ich weiß, ich werde Sie wahrscheinlich nie wieder sehen. Aber falls Sie das hier wider Erwarten irgendwann mal lesen sollten: Sie und Jason sind zwei der beeindruckendsten Menschen, die mir jemals begegnet sind.

Thanks so much, guys!

Früher war mehr früher!

Die Tage war ich mal wieder auf einer Veranstaltung meiner ganz persönlichen  Take-me-back-Tour.  Konzerte, die ich nicht nur wegen ihres musikalischen Wertes, sondern eindeutig auch aus Nostalgie-Erwägungen heraus besuche. Das passt gut zu meinem Leib- und Magenthema, dem Älterwerden, wobei ich ja immer hoffe, dass es keine allzu obsessiven Züge annimmt.

Zumindest beim letztem Konzert, das eigentlich eher ein Mini-Festival war, bin ich schon mal ein bisschen ins Grübeln gekommen, weil ich mir diese Veranstaltung im Gegensatz zu den wunderbaren Stones beim besten Willen nicht mit irgendwelchen musikalischen Qualitäten schönreden konnte. Pure Nostalgie, ein reiner Flashback also. Bei den einen waren die Qualitäten nie wirklich da, bei den anderen haben sie ein bisschen nachgelassen. Auch altersbedingt, jawoll.

Also, reden wir nicht lange rum: Ich war bei Sweet, Jethro Tull und Manfred Mann und seiner Earthband. Oder besser gesagt bei dem, was davon noch übrig ist. Bei allen dreien ist es eigentlich nur noch einer, aber hey, würdet ihr auf ein Festival von Andy Scott, Ian Anderson und (immerhin!) Manfred Mann gehen?Da klingen Sweet, Tull und Earthband schon deutlich besser, auch wenn alle drei de facto eher Revivalbands mit einem Original-Mitglied sind.

Für mich war das aus anderen Gründen in dieser Zusammensetzung interessant. Sweet waren meine erste Boyband, irgendwann im Alter zwischen 8 und 13 waren die echt meine Helden. Ich dachte, es sei Rock‘n‘Roll (hey, ich war 8!!). Mit 13 bin ich dahintergekommen, dass es eigentlich eher doch kein Rock‘n‘Roll ist. Außerdem muss man prinzipiell mit 13 Bands uncool finden, die man mit 8 gut fand. Noch dazu, wenn die etwas älteren Mitschüler dir klar zu verstehen geben: Solange du Sweet hörst, bist du auch uncool. Yes, Pink Floyd, Uriah Heep, Genesis, wenn du mal soweit bist, reden wir auch wieder mit dir. Und, ach ja: Jethro Tull!

Soll ich euch was beichten, 40 Jahre später? Ich habe Jethro Tull nie gemocht. Ian Anderson erinnerte mich an Catweazle, die Querflöte hat genervt und diese ganzen verschrobenen Geschichten habe ich weder kapiert noch haben sie mich interessiert. Es gibt drei oder vier ganz brauchbare Nummern und es gibt natürlich „Locomotive Breath“.

Gottseidank kam dann irgendwann 1979 The Police und ich hatte endlich was, was richtig cool war und was ich richtig geil fand. Hey, und was ist Ian Anderson und seinem Mittelalter-Getue gegen den junge wasserstoffblonden Sting mit seinen Jungs?

Es war also schon eine komische Idee, sich eine Band anzuschauen, die man eigentlich nie mochte,  aber ok, die waren in dem Bundle halt dabei. Hätte ja außerdem sein können, dass ich mich getäuscht habe und die richtig gut waren oder es auf ihre alten Tage noch geworden sind. Aber wie das eben so ist: Ian Anderson bringt kaum mehr einen guten Ton hervor und der war ohnehin nie ein richtig guter Sänger. Und außerdem tappen er und seine Jungs in die selbe Falle wie Manfred Mann: Man hat zwar nur eine gute Stunde Zeit, spielt aber erst mal ein paar neue Songs, die bei einer solchen Nostalgieveranstaltung niemand wirklich hören will. Die neuen Songs sind übrigens noch öder als die ödesten der alten und die waren schon ziemlich öde.

Tatsächlich aber ist das eigentlich Erschütternde, wenn man sich im Publikum umschaut und dann sieht, wie sie alle (außer einem selber natürlich) älter geworden sind. Nein, halt. Nicht älter. Alt, das trifft es genauer. Gefangene der alten Zeit, man sieht plötzlich wieder Fan-Shirts von Jethro Tull, von Yes und sogar Uriah Heep, obwohl man sich doch gefühlt gerade erst von den Schrecken einer Jugend mit Heep-Alben und „Lady in Black“ am Lagerfeuer erholt hatte. Entweder, die hatten alle damals wirklich so viele Fans oder der Mensch kann noch mehr verklären, als ich ohnehin schon dachte.

Too old to…nee, vergesst es, Leute, das ist so eine Schimäre aus langen Tagen. Ian Anderson ist ein etwas verschrobener mutmaßlich aber ganz netter älterer Herr geworden, Manfred Mann mit beinahe 80 ist dagegen immer noch erstaunlich fitter Typ und die unverwüstbaren Stones habe ich ja eh schon ausführlich beschrieben. Keine Frage des Alters also, eher eines des Kopfes. Mit Yes- oder Heep-Shirts rumlaufende Männer kamen mir stellenweise ganz schön alt vor, weil sie außer dieser Früher-war-alles-besser-Attitüde nicht mehr so wahnsinnig viel haben.

Dabei war früher nicht alles besser. Es war nur: anders.

Wenn du gegen alles bist, wofür die AfD ist, dann ist alles gut

Früher mal ™ war die Sache ziemlich einfach: Es gab links und es gab rechts und es gab logischerweise sowas wie eine Mitte. Links und rechts lagen zumindest in Deutschland eigentlich nie so weit auseinander, wie es sich manchmal anhört: Eigentlich wollten die Deutschen immer einen Union-Kanzler, der möglichst sozialdemokratisch regiert. Ich habe in den letzten Jahren dann für mich selbst zunehmend öfter die Frage gestellt, was eigentlich noch rechts und was links ist und ob man sich überhaupt noch auskennen kann in einer Welt, in der die Union-Kanzlerin so sozialdemokratisch ist, dass die Original-Sozialdemokraten beinahe verschwunden sind.  

Die Rolling Stones und der Herr Gauland…

Am Wochenende habe ich Mick Jagger und Keith Richards gesehen. Und dann habe ich an Alexander Gauland gedacht. 

Ein Post über meine Frau und ein paar Lektionen fürs Leben

Vor ein paar Tagen habe ich eine Geschichte geschrieben. Komplett aus dem Bauch raus, rein nach Gefühl. Ich hatte keinerlei Ahnung, was aus ihr wird. Nicht nur, dass sie, wie man so schön sagt, viral ging wie kaum eine meiner Sachen zuvor. Daneben habe ich für mich und mein restliches, mir noch irgendwie verbleibendes Leben eine ganze Menge verstanden…

Die Beziehungskrisen von älteren Männern mit dem Rest der Welt

Die Welt und ich, wir sind in einer Beziehungskrise. Und ich fürchte, es liegt an meinem Alter…

Besuchen Sie die Staaten, solange es noch geht

Früher mal (was denn, den Begriff kennen Sie schon?) war die Planung von Urlauben eine ziemlich einfache Sache: Man ist dahin, wo es irgendwo warm und geil war. Kosten, Dauer, Unterkunft, Anreise? Ach, was soll man sich das Leben durch unnötige Fragen verkomplizieren, Hauptsache: warm und geil.  

Alter, eingerosteter Mann schreibt Buch über alte, eingerostete Männer und Frauen

Es knackt bei mir, und zwar schon seit geraumer und so ziemlich genau alles. Am Anfang dachte ich, es handle sich dabei nur um ein temporäres Phänomen. Um eines, das kurz nach dem Aufstehen mal auftritt und dann wieder verschwindet. Bis ich inzwischen zu der Auffassung gekommen bin, dass es besser sein  könnte, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin: Es knackt in Armen, Schulter und Gelenken, weil ich ein wenig eingerostet bin.